Dienstag, 21. April 2009

Das Wahlprogramm der SPD

Das Wahlprogramm der SPD,

wer hätte es gedacht, erscheint sehr sehr früh.

Es gilt als einzige Chance, noch Wählerstimmen auf die Seite der Partei zu ziehen.

Ich werde mich mit diesen 59 Seiten auseinandersetzen, kritisch…!

Die erste Seite,

die den Titel trägt „Zeit für Entscheidungen“ beschreibt grob, dass die SPD den Menschen, das Individuum in den Mittelpunkt stellen will.

„Die Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt“

Kein Ding, das wird glaube ich niemand bestreiten.

Doch dann fängt es an, diese einfach gemachten Aussagen, welche wohl so gut wie jede Partei tätigt, bringen mich auf die Palme, hier mal ein Zitat

Allen Bürgerinnen und Bürgern sagen wir:

Wir wissen, wie hart ihr für euch und eure Familien arbeitet. Wir machen euch ein faires

Angebot: Mehr Unterstützung für Familien und für bessere Kindergärten und Schulen, ein

einfacheres Steuersystem.

Wir wissen, dass manche Hilfe brauchen. Wir lassen niemanden allein. Wir wollen, dass alle

Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können, einen gerecht bezahlten Arbeitsplatz

haben und Aufstieg durch Bildung möglich ist.

Wir wissen, dass es viele langfristig denkende Unternehmer und Manager gibt, für die

Leistung und Verantwortung zusammen gehören. Wir wollen mit ihnen dafür sorgen, dass

die Wirtschaft dem Menschen dient. Helft mit, dass unser Bildungssystem besser wird. Und

lasst uns gemeinsam die Wirtschaft erneuern und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.“

„Faires Angebot“

„Mehr Unterstützung“

„Bessere Kindergärten“

„einfacheres Steuersystem“

„gerecht bezahlten Arbeitsplatz“

Nur um mal ein paar Stichwörter beim Namen zu nennen.

Weiterhin wird die positive Entwicklung Deutschlands, auf außenpolitischer Ebene erwähnt

Wir haben seit 1998 die

Fenster mutig aufgestoßen und das Land positiv verändert:

• Deutschland hat sich als Friedensmacht in Europa und der Welt bewährt.

• Deutschland ist moderner und weltoffener geworden – der Mief der Kohl-Jahre ist

überwunden.

• Deutschland ist internationaler Vorreiter bei der Bekämpfung des Klimawandels und hat

den Ausstieg aus der Atomenergie entschieden.

Was soll dieses Wir? War das die SPD alleine? Waren das alle Deutschen?

Schon mal was von der großen, doch so großen Koalition gehört?

Und das Beste:

„Wir haben in dieser Zeit nicht alles richtig gemacht und manches noch nicht erreicht. Aber

unser Kompass ist intakt, die Richtung stimmt. Jetzt nehmen wir einen neuen Anlauf.“

Hier gibt’s mehr zum Kompass

http://www.focus.de/politik/deutschland/linkspartei_aid_263085.html

Daraufhin kommt die SPD mit ihren 7, im Mittelpunkt stehenden Zielen.

1. Alle sollen Arbeit haben, gerecht entlohnt. Weil Arbeit eine so zentrale Rolle spielt, bleibt

Vollbeschäftigung ein Ziel, das eine soziale Marktwirtschaft nicht aufgibt, weil sie ihren

Bürgerinnen und Bürgern auch in schwierigen Zeiten die Perspektive auf persönliche

Entfaltung und Wohlstand gibt. Dazu brauchen wir erfolgreiche Unternehmen und starke

Belegschaften.

Vollbeschäftigung, klingt schön und gut, ist aber in meinen Augen Utopie, als ob sie jemals erreicht werden könne.

2. Alle Jugendlichen sollen einen Schulabschluss und Bildungsabschluss haben. Faire

Bildungschancen für alle sind die Grundlage für soziale Gerechtigkeit überhaupt. Bildung

ist Menschenrecht. Kein Kind darf von der Gesellschaft zurückgelassen werden.

Alle sollen einen Schulabschluss haben, sollen wir diese verschenken?

Jeder ist seines Glückes Schmied, auch wenn manche mehrere Hürden haben, als andere.

Selbst Schüler, Kinder, Menschen die einer nicht so Einkommens starken Familie angehören, haben eine Chance auf alle, ALLE Bildungsabschlüsse.

Trotzdem geben ich der SPD recht, hier muss gehandelt werden.

Finanzielle Unterstützung für Schüler, die einer finanziell schlechter gestellten Familie entspringen.

Allein die Kosten, die eventuell für Nachhilfeunterricht entstehen, sind immens und können teilweise nicht getragen werden, hier mal ein kleines Rechenbeispiel:

„Herr Steinmeier will seine Tochter Andrea, die in Mathematik die Note 5 hat, mit Förderunterricht helfen.

Eine Stunde Mathematik, kostet 10 Euro (billigstes Beispiel)

Eine Stunde die Woche, auch in den Ferien sind 52 Stunden

52* 10 = 520 Euro

Die nur durch das Fach Mathematik entstehen und weiß Gott, eine Stunde Mathematik ist nicht viel.

Hier muss gehandelt werden

3. Der Klimawandel fordert uns alle. Nachhaltig Leben und Wirtschaften ist keine bloße

Utopie, sondern die Voraussetzung dafür, dass kommende Generationen auch in Zukunft

gut leben können. Wir wollen die Klimaziele erreichen und die umfassende ökologische

Modernisierung der Infrastruktur, der Gebäude, des Kapitalstocks in unserem Land

voranbringen. Deutschland soll die Ideenschmiede der Welt in Sachen Klimaschutz

werden – das schafft neue Jobs.

Meiner Meinung nach ist es Utopie, nachhaltig Leben und Wirtschaften

Fast jeder in der Wirtschaft tätige Mensch kennt das Problem.

Meist sind Ökonomie und Ökologie nicht vereinbar.

Auf den Punkt der Klimaziele werde ich später noch einmal gesondert eingehen.

4. Wir wollen Familien stärken. Sie sind die wichtigste soziale Einheit in unserer

Gesellschaft. Wir wollen die Bedingungen so gestalten, dass der Zusammenhalt

zwischen den Generationen tragfähig ist. Familien brauchen verlässliche Strukturen. Sie

sollen sozial sicher sein, die Eltern sollen Beruf und Familie miteinander verbinden

können. Die Kinder müssen geschützt sein. Die Lage der Alleinerziehenden wollen wir

deutlich verbessern.

Was heißt das? Schreibt doch auch mal bitte, wie ihr das umsetzen wollt.

Immer dieses, wir wollen, wir wollen, wir wollen…!

Es nervt.

Jede Partei will die Familie stärken oder Alleinerziehende. Wer wählt euch denn sonst?

Verlässliche Strukturen? Ahh, zurück zu „Frau hintern Herd, Mann arbeitet“

Im Grunde ist es glaub ich undenkbar.

Klar würde es dann feste Strukturen geben und die Arbeitslosenzahlen würden drastisch sinken. Da alle Arbeitslosen Frauen, wieder Hausfrauen sind.

Aber welche Frau lässt sich im 21 Jhdt. ihre Chance auf ein wenig Karriere nehmen?

5. Wir wollen die Gleichstellung von Männern und Frauen in allen gesellschaftlichen

Bereichen weiter voranbringen. Dazu gehören die gleiche Teilhabe an existenzsichernder

Arbeit und berufliche Aufstiegsmöglichkeiten sowie gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

ebenso wie die partnerschaftliche Teilung der familiären Sorge. Gleichberechtigung muss

zur Gleichbehandlung und tatsächlichen Gleichstellung führen.

"Gleicher Lohn für Mann und Frau!"
"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!"
Meiner Meinung nach, ist das zu ungenau

Richtig ist:
"Gleicher Lohn für gleiche LEISTUNG".

Weiterhin ist der Punkt partnerschaftliche Teilung der familiären Sorge angesprochen worden.

Wer bekommt denn zu 99% das Sorgerecht, bei einer Scheidung, Mann oder Frau?

FRAU

Wer kann denn über eine Abtreibung Entscheiden, Mann oder Frau?

Frau

Wer muss dann trotzdem Alimente bezahlen, Mann oder Frau?

Mann

Ich entschuldige mich, meine Gedanken sind wohl ein wenig zu weit gegangen

6. Integration ist eine zentrale Aufgabe für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Ihr

Gelingen entscheidet sich in den Städten und Gemeinden. Besonders die Kinder und

Jugendlichen wollen und müssen wir erreichen. Sie brauchen besondere Förderung,

damit Chancengleichheit in Kindergarten, in der Schule und Beruf möglich wird.

Oh Gott, streng dich an, lieber Autor, keine Gedanken ausarten zu lassen.

Überprüft doch erstmal den Integrationswillen, bevor ihr 42334 Mrd. ausgebt.

Landessprache lernen, aktives Leben in der Gesellschaft, keiner Parallelgesellschaft.

Hierbei sind wir vor einigen Jahren auf einen Interessanten Punkt gestoßen.

Das Satellitenfernsehen.

Viele Einwanderer beherrschen die Deutsche Sprache kaum, nur warum ist das so?

Man denkt sich doch, nun ja, die leben seit 30 Jahren hier, da wird man ja oft genug mit der Deutschen Sprache konfrontiert.

Doch warum können Migranten, unsere Sprache nicht?

Sie MÜSSEN sich damit nicht auseinandersetzen.

Sie schauen ihren TV Sendungen auf Türkisch, Behördenformulare werden in ihren Muttersprachen verfasst.

Tja, da sehe ich die Probleme.

Hier mal ein Zitat dazu:

Denn selbst wenn seine Trägerin seit Jahren mit deutschem Personalausweis in Deutschland lebt, das Kopftuch betont als äußerlich weithin sichtbares Symbol die religiöse Ausrichtung seiner Trägerin - und das weckt bei vielen Deutschen Vorbehalte.
Ghettobildung in Großstädten
Die sprachliche Integration für die Migrantinnen und Migranten ist eine weitere große Hürde. Im Laufe der letzten Jahre bildeten sich in einigen Großstädten so genannte "Ghettos". Das sind ganze Viertel, in denen hauptsächlich Menschen wohnen, die aus dem Ausland stammen. So finden sich in Großstädten Stadtteile, in denen hauptsächlich türkischstämmige Bürgerinnen und Bürger wohnen und arbeiten. Da sie in ihrem Viertel "unter sich" bleiben und in ihrer Sprache alle Besorgungen erledigen können, haben sie kaum einen Grund, richtig Deutsch zu lernen - und kommen noch weniger mit deutschen Nicht-Muslimen in Berührung. So entfernen sich Muslime und Nicht-Muslime zusehends voneinander - und auf beiden Seiten entstehen Vorurteile. Obwohl sich der Lebensstandard bei Deutschen und den hier lebenden Menschen mit ausländischen Wurzeln zwischen 1985 und 2000 angenähert hat, empfinden viele Deutschland nicht als Heimat, am wenigsten diejenigen türkischer Herkunft (so eine aktuelle Studie von Dr. Wilhelm Hinrichs vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung).

Gilt als besondere Förderung nun der Islamunterricht, dass man gar mit nichts christlichem mehr konfrontiert wird?

Zudem wird meiner Meinung nach, hier stark das Konfliktpotenzial verkannt und falls jemand etwas in diese Richtung anspricht wird er sofort kritisiert.

Wie der hessische Ministerpräsident Koch.

Hierzu ein interessantes Interview:

http://www.roland-koch.de/Koch-Es-genuegt-nicht-der-Wille-der-Auslaender-deutsche-Staatsbuerger-zu-werden-sondern-ebenso-wichtig-sind-unsere-Bedingungen-die-wir-an-sie-stellen-/1152699376.html

7. Im ersten globalen Jahrhundert kann und will Deutschland nicht alleine agieren, sondern

als ein wichtiger Teil Europas. Dieses Europa soll nicht nur wirtschaftlich stark sein,

sondern eine klare soziale Ordnung haben. Europa steht international für Frieden,

Kooperation und fairen Ausgleich unterschiedlicher Interessen.

Glückwunsch, ich kann euch nicht widersprechen

So, nun habe ich die ersten 8 Seiten abgehandelt und werde nun eine Pause machen.

AMEN.

1 Kommentar:

  1. Großes Kino! Oh Johnny, ich wünsch dir noch viel Spaß mit den nächsten 51 Seiten, aber ganz ehrlich: Es ist bei jeder Partei das gleiche Gelaber. Die gleichen Phrasen - die erreichen uns nicht mehr. Ich verfolge das große Gehabe nicht mehr so stark. Dadurch rege ich mich weniger auf. Integration, Dienstwagenaffäre Ulla Schmidt, gleiche Bildungschancen, super, bla schwall. Eine ganz apolitische Denkweise lässt mal eine ganz andere Sicht zu.

    Genial:"Oh Gott, streng dich an, lieber Autor, keine Gedanken ausarten zu lassen."

    So ist es. Politik fordert uns, aber fördert uns nicht. Die machen unseren Job gut, das alles zu kritisieren ist für mich zu anstrengend, ich überlasse von mir aus dir diese Sisyphos-Arbeit, ich werde für andere weltentscheidende Dinge gebraucht.

    Du hast vergessen noch geniale Gedankenexkremente über die Klimaziele der SPD zu äußern.

    Da freuen wir uns drauf.

    Grüße aus dem Süden,

    Carlö

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